Was, wenn es keine Chefs mehr gäbe?

In unserem Unternehmen experimentieren wir seit längerem mit flexiblen und agilen Organisationsformen. Als Organisational Development Special begleite und erlebe ich die Einführung eines neuen Betriebssystems in unserer 120-köpfigen Abteilung.

Holacracy ist ein revolutionäres Organisationsmodell, das 2015 von US-Unternehmer Brian Robertson entwickelt und erstmals in seiner Firma umgesetzt hat.

Unsere 120-köpfige Abteilung hat sich auch auf Holacracy eingelassen und übt sich in dieser neuen Disziplin, die mit viel Veränderungen und neuen Erfahrungen verbunden ist.

Das cheflose Arbeiten setzt auf eine grosse Offenheit und appelliert an Menschen mit viel Eigeninitiative, die auch Verantwortung tragen.

Dieser SRF Beitrag gibt einen gewissen Einblick in die Experimente zweier Schweizer Unternehmen, der Firma LIIP in Bern und unserer Schwesternabteilung, der Personalabteilung der Swisscom.

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Arbeit 4.0: Wie wir in Zukunft arbeiten

Arbeit wird zunehmend vernetzt und digitalisiert. Und was passiert mit Europas Arbeitnehmern? Die haben immer weniger zu tun – und finden das mitunter gar nicht so schlimm. Denn vor allem die junge Generation stellt sich immer mehr die Frage, wie, wo und wie lange sie überhaupt arbeiten will. Doch sollen wir Robotern kampflos das (Arbeits-)Feld überlassen?

Mehr im nachfolgenden Beitrag: Arte TV | Yourope

Das Lernmodell 70:20:10

Die wichtigste Ressource eines Unternehmens ist das Wissen der Mitarbeiter. Bisher galt das klassische Lernen sprich die Bereitstellung von Möglichkeiten zum Wissenstransfer. Mitarbeiter lernen jedoch zu 70 Prozent on the job, zu 20 Prozent über soziale Kontakte und Kommunikation und nur zu 10 Prozent über Seminare und Bücher.

Die 70:20:10 Regel geht somit von der Beobachtung aus, dass der Mensch nicht nur in formalen Kontexten lernt, sondern in jedem Zusammenhang neues Wissen, Erkenntnisse und Fertigkeiten erwirbt. Sie möchte dem Rechnung tragen und berücksichtigen, dass Lernen zum grösseren Teil in informalen und informellen Formen stattfindet, um Raum dafür zu bieten.

Grundsätzlich ermöglicht der Ansatz, den ganzen Menschen berücksichtigendes Lernen anzubieten, den Impact, dass die Lernmotivation und die Einbindung Lernender als Lehrende, den Erwerb von Wissen und Fertigkeiten sich zu einem selbstgesteuerten, kontinuierlichen Prozess entwickeln kann, in dem es nicht nur um die Verteilung, sondern auch um die Erzeugung von Inhalten geht.

Nachfolgend ein paar Erläuterungen zum Lernmodell 70:20:10, welches die Trainings- und Bildungslandschaft vereinfacht darstellt.

 

 

Heute stehen die Unternehmen auch vor der Aufgabe, eine Unternehmenskultur zu schaffen, die Mitarbeitern die Zeit, Technologie und die notwendigen Freiräume schafft, um Lernen am Arbeitsplatz zu ermöglichen. Darüber hinaus muss das Unternehmen alle Lernformate und Möglichkeiten zur Verfügung stellen, die Mitarbeiter benötigen. Es geht dabei um die Entwicklung einer ganz neuen Lernkultur im Unternehmen.

Mit dem 70:20:10-Lernmodell soll dem Unternehmen gelingen, das individuelle Wissen und die kontinuierliche Fortbildung deren Mitarbeiter zu sichern. Es gilt, eine kreative Lern- und Unternehmenskultur zu etablieren.

Arbeit 4.0: Wie wir in Zukunft arbeiten

Arbeit wird zunehmend vernetzt und digitalisiert. Und was passiert mit Europas Arbeitnehmern? Die haben immer weniger zu tun – und finden das mitunter gar nicht so schlimm. Denn vor allem die junge Generation stellt sich immer mehr die Frage, wie, wo und wie lange sie überhaupt arbeiten will. Doch sollen wir Robotern kampflos das (Arbeits-)Feld überlassen?

Kommen Busse bald ohne Fahrer aus? Sind Roboter die besseren Chirurgen? Und werden Häuser künftig mittels 3-D-Druckern gebaut? Arbeit wird zunehmend vernetzt und digitalisiert. Und was passiert mit Europas Arbeitnehmern? Die haben immer weniger zu tun – und finden das mitunter gar nicht so schlimm. Denn vor allem die junge Generation stellt sich immer mehr die Frage, wie, wo und wie lange sie überhaupt arbeiten will. Statt des klassischen Nine-to-Five-Jobs will sie lieber eine Arbeit, die zur individuellen Lebenssituation passt, sprich flexibel, demokratisch und generell mehr freie Zeit. Gehalt? Erst mal Nebensache. Auf diesen Wertewandel stellen sich langsam auch die Unternehmen ein. In Schweden gibt es bereits den Sechs-Stunden-Arbeitstag, Großbritannien ist Vorbild im Job-Sharing: Zwei Menschen teilen sich denselben Job, auch in Führungspositionen. Zu viel Arbeit mache sowieso verrückt. Das wusste einst schon Frankreichs ehemaliger Staatspräsident Charles de Gaulle. Na dann!

http://www.arte.tv/guide/de/063676-003-A/yourope