Die wichtigsten Social-Media-Lektionen von 2013

2013 etablierte sich die Social Media auch in der Business-Welt zu immer wichtigeren Kommunikationskanälen. Bloomberg nahm diese Entwicklung zum Anlass, die wichtigsten Social-Media-Lektionen zusammenzustellen. Am 23. April wurde der Twitter-Account von der Nachrichtenagentur Associated Press gehackt und ein Tweet verschickt, der behauptete, dass zwei Explosionen im Weissen Haus ausgelöst worden seien und der Präsident Barack Obama verletzt sei. Innerhalb von Sekunden fiel der Aktienindex Dow Jones um 150 Punkte. In die andere Richtung bewegten sich die Märkte als Carl Icahn per Twitter mitteilte, dass er eine hohe Beteiligung an Apple habe. Die Aktie legte innert kürzester Zeit mehr als 5 Prozent an Wert zu. Auch wenn sich mit 140 Zeichen so einiges ausdrücken lässt, ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Entsprechend lancierte Twitter im Januar mit Vine einen Service, um 6 Sekunden lange Video-Loops zu posten. Facebook wiederum sprang im Juni auf Video-Zug, als das Unternehmen Video auf Instagram zuliess. Das Aufkommen von Snapchat schliesslich rundete das neue Video-Gesicht von Social Media ab. Die Instant-Messaging-Anwendung ermöglicht es, Bilder und Videos eine beschränkte Dauer mit anderen zu teilen (1 zu 10 Sekunden). Facebook soll Snapchat bereits 3 Milliarden US-Dollar angeboten haben, doch Snapchat nahm das Angebot nicht an. Mit Warren Buffet, Barack Obama und dem Papst Franziskus als fleissige Twitterer zeigte sich, dass Social Media nicht nur Kinder begeistert. Fragt sich nur, wie lange Twitter, Facebook und Co. angesichts der regen Nutzung durch Erwachsene für Kinder noch spannend bleiben.

http://www.netzwoche.ch/News/2013/12/17/Die-wichtigsten-Social-Media-Lektionen-von-2013.aspx

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Twitter: Nutzer sind eher Fan als Superstar

Die Twitter-Nutzer haben ein klares Profil: Sie konsumieren lieber als selbst zu twittern und folgen viel mehr Leuten als sie selbst Follower haben. Das ergab jetzt eine Untersuchung. Das Online-Medium O‘Reilly radar berichtete, dass der Effekt von Twitter – abgesehen von den erfolgreichen Twitterern des Arabischen Frühlings oder der Massen-Gefolgschaft von Prominenten wie Lady Gaga – sehr gering sei. Twitter erzeuge gewissermaßen nur ein leises Murmeln im Internet, hieß es. Die Mehrzahl der Accounts zähle nur einen Follower. Unter den aktiveren Nutzern, die in den letzten 30 Tagen etwas öffentlich auf Twitter gepostet haben, erreichten die meisten nur 64 Follower. Von einer Massenbewegung, die man durch Twitter auslöse, könne deshalb keine Rede sein. Es sei zwar sehr wohl ein Massenmedium, aber es erschließe nur sehr kleine Kreise, so der Bericht. Wie eine Tiefenanalyse gezeigt habe, sei Twitter nicht, wie bisher gern angenommen, eine alternative Variante oder gar der Erbe des Massenfernsehens – eher würde das Bild passen, dass die typischen Twitterer zu dritt oder viert auf einem heimischen Sofa sitzen und reden. Außerdem habe das „Schwarmdenken“ der Twitter-Freunde viel mit der Prominenz einer Person oder der Bekanntheit eines Trends zu tun. Sobald eine bekannte Person auf Twitter auftauche, habe sie umgehend Massen von Fans – unabhängig von der Aktivität auf Twitter oder der Qualität ihrer Beiträge. Die Güte solcher „Celebrity-Tweets“ ist bereits Gegenstand der Arbeit von Standup-Comedians im Internet. Stichhaltig ist aber bei diesem Blick auf 400.000 anonymisierte Nutzerkonten, dass die aktivsten Twitter-Celebrities im Durchschnitt selbst nur 117 anderen folgen, ihre Twitter-Beziehungen also nicht gegenseitig sind, so der Bericht.

http://business.chip.de/news/Twitter-Nutzer-sind-eher-Fan-als-Superstar_66152180.html